«Vekselbergs Engagement kann auch eine Chance sein»

André von Moos war der letzte seiner Familie, der die Emmer Stahlwerke noch unter dem Namen «von Moos Stahl» führte. Er kann den aktuellen Turbulenzen im Unternehmen auch positive Aspekte abgewinnen.

André von Moos, der letzte Firmenchef der von Moos Stahlwerke

Bildlegende: André von Moos über die Turbulenzen bei Schmolz und Bickenbach. André von Moos, der letzte Firmenchef der von Moos Stahlwerke, spricht über die Situation bei Schmolz und Bickenbach. SRF

Die Halbjahreszahlen von Schmolz und Bickenbach sehen alles andere als rosig aus. Der Gewinn und der Umsatz brachen ein. Aber auch wegen der Turbulenzen um die Führung kommt der Emmer Stahlproduzent nicht aus den Schlagzeilen. An der ausserordentlichen Generalversammlung im September wird fast der ganze Verwaltungsrat ausgewechselt. Der russische Investor Viktor Vekselberg ist beim hochverschuldeten Konzern eingestiegen.

Der letzte Firmenchef der ehemaligen von-Moos-Stahlwerke, André von Moos, verfolgt die Entwicklung beim Emmer Stahlproduzenten mit grossem Interesse. Den Einstieg von Viktor Vekselberg bei Schmolz und Bickenbach taxiert er als Möglichkeit, dass das Unternehmen wieder auf solidere finanzielle Beine gestellt werden kann.

Die grösste Schwierigkeit sei, dass sich das Unternehmen im Moment in einer grossen Unruhe befinde, so André von Moos im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

«  Die Phase der Verunsicherung darf nicht zu lange anhalten. Das kann sich negativ auswirken auf den Geschäftsgang des Unternehmens. »

André von Moos
Unternehmer

André von Moos ist optimistisch, dass in Emmen auch in fernerer Zukunft hochwertiger Stahl produziert wird.