Verband Luzerner Gemeinden: Emmen bleibt skeptisch

Die Gemeinde Emmen soll weiterhin einen Austritt aus dem Verband Luzerner Gemeinden (VLG) in Betracht ziehen. Diese Forderung wurde im Emmer Einwohnerrat bekräftigt. Obwohl der VLG vor kurzem Änderungen in Aussicht gestellt hat, ist die Skepsis in Emmen immer noch gross.

Emmen

Bildlegende: Die Gemeinde Emmen überlegt sich nach wie vor einen Austritt aus dem VLG. Keystone

Emmen ist nicht die einzige Gemeinde in der Agglomeration Luzern, die unzufrieden ist mit dem VLG. Auch in der Stadt Luzern, in Kriens und in Horw gibt es Stimmen, die einen Austritt aus dem Verband fordern.

Aber in Emmen wird der VLG, der die Interessen der 83 Luzerner Gemeinden gegenüber dem Kanton vertritt, besonders hinterfragt.

«Der VLG war in letzter Zeit einfach nicht spürbar und hat sich zu wenig für die Interessen der Gemeinde Emmen eingesetzt», sagt SVP-Einwohnerrat Roland Ottiger gegenüber SRF. Er fordert in einem Vorstoss den Austritt von Emmen.

Emmen erwägt einen Austritt per Ende 2014

Der Gemeinderat nimmt diese Forderung auf. Es könne nicht sein, dass kleine und mittlere Gemeinden faktisch eine grössere Stimmkraft hätten als grosse Gemeinden, schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort. Wenn sich nichts ändere, erwäge Emmen den Austritt per Ende 2014.

Alle anderen Parteien im Einwohnerrat sahen dies ähnlich. Nur die CVP nahm den VLG in Schutz. «Der VLG kommt allgemein zu schlecht weg», sagt CVP-Einwohnerrat Christian Blunschi. Beispielsweise beim Projekt Seetalplatz habe sich der VLG dafür eingesetzt, dass die umliegenden Gemeinden sich finanziell nicht beteiligen müssen.