Verband Luzerner Gemeinden wird hinterfragt

Der Verband Luzerner Gemeinden (VLG) nehme die Interessen Gemeinden zu wenig wahr. Aus diesem Grund gibt es aus mehreren grossen Gemeinden Vorstösse, die den Austritt aus dem Verband fordern. VLG-Präsident Hans Luternauer sieht das Netzwerk nicht in Gefahr, will aber auf die Kritik reagieren.

Hans Luternauer im Studio

Bildlegende: VLG-Präsident Hans Luternauer sieht trotz harscher Kritik den Verband nicht grundsätzlich in Gefahr. SRF

Besonders gross ist der Unmut in Kriens, Emmen und Luzern. In diesen Gemeinden fühlen sich Politiker vom Verband Luzerner Gemeinden VLG schlecht vertreten.  Die Kritik kommt von links und rechts, von den Grünen/SP und der SVP. 

Peter Portmann, Einwohnerrat der SVP Kriens wirft dem VLG vor, er habe es verpasst, bei der neuen Pflegefinanzierung einen Kostenschlüssel zwischen Kanton und Gemeinden auszuhandeln. «Damals war klar, dass es eine Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden ist und man kann nicht jetzt im Nachhinein reklamieren, weil die finanziellen Auswirkungen erst jetzt klar werden,» kontert VLG Präsident Hans Luternauer im Regionaljournal Zentralschweiz. Man werde aber mit einer Arbeitsgruppe die Problematik aufgreifen.

Blackbox VLG

Weiter mehren sich die Vorwürfe, zum Beispiel auch von der SP-Grünen Fraktion Emmen, dass man gar nicht wisse, was der VLG mache, entsprechend sei der Nutzen unklar. Der Verband sei wie eine Blackbox. «Wir  wollen besser kommunizieren und künftig nicht nur die Gemeinderäte, sondern auch die Gemeindeparlamentarier informieren», sagt Hans Luternauer. Der VLG müsse seine Arbeit besser verkaufen, denn der Verband habe sich zum Beispiel erfolgreich beim letzten Sparpaket des Kantons für die Gemeinden eingesetzt.

Netzwerk soll bleiben

Der VLG als Dach der 83 Gemeinden habe die schwierige Aufgabe, mit einer Stimme für ganz unterschiedliche Gemeindeinteressen sprechen zu müssen. «Ich hoffe, dass der VLG nicht in Gefahr ist und wir werden alles daran setzen, dass der Gemeindeverband auch in Zukunft bestehen bleibt», sagt Präsident Hans Luternauer.