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Zentralschweiz Verunglückte Touristen wollten Wasserfall besichtigen

Die ersten Befragungen der Überlebenden des Unglücks vom Montag haben sich die Vermutungen der Behörden bestätigt: Die israelischen Touristen haben wegen eines Wasserfalls den ungenügend gesicherten Bahnübergang Allmend benutzt.

Wasserfall Fallenbach in Wolfenschiessen.
Legende: Die Verunglückten wollten diesen Wasserfall - den Fallenbach in Wolfenschiessen - fotografieren. Caroline Pirskanen

Beim Unglück war ein Kleinbus mit vier Frauen und vier Männern aus Israel mit dem Luzern Engelberg Express der Zentralbahn (zb) kollidiert. Drei Männer verloren ihr Leben. Von den fünf Verletzten sind zwei auf dem Weg der Besserung, zwei noch nicht ansprechbar und eine Person ist in kritischem Zustand. Im Zug gab es keine Verletzten.

Der Nidwaldner Staatsanwalt Erich Kuhn sagte am Dienstag auf Anfrage, zwei der verletzten Personen hätten befragt werden können. Die Staatsanwaltschaft wird auch noch den Lokführer und andere Auskunftspersonen, die sich gemeldet haben, befragen. Ziel ist es, ein genaues Bild vom Unglückshergang zu erhalten. Die bahnseitigen Untersuchungen werden von der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST) geführt.

Der Kleinbus fuhr in der gleichen Richtung wie der Zug und war nach Engelberg unterwegs. In Wolfenschiessen wollten die Touristen den Wasserfall besichtigen. Um zum Wasserfall zu gelangen, musste der Bus das Bahntrassee überqueren. Der Bahnübergang ist nur mit einem Andreaskreuz gesichert. Ein Projekt, den Übergang mit Barrieren auszustatten, ist in Arbeit.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Ein direkt fahrlässiger Chauffeur, wie kann man ohne zu schauen über eine Bahngeleise fahren welches nur mit einem Andreaskreuz gekennzeichnet ist?. Mir tun die Opfer sehr leid und ich hoffe, das die Angehörigen diesen schweren Schicksalsschlag gut verkraften.
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    1. Antwort von Th. Keiser, Luzern
      Wenn man solche Konstellationen vom eigenen Land nicht kennt, ist das wohl möglich. Ich habe einen solchen (zwar glimpflichen) Crash als Zugspassagier auch schon erlebt - zuerst ist das Auto am Zug vorbeigefahren und dann auf dem unbewachten Bahnübergang in die Lok gefahren. Unglaublich, aber trotzdem möglich ... leider.
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Diese Todesfallen werden im September beseitigt. Es fragt sich nur, in welchem Jahrhundert.
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  • Kommentar von Erika Spengler, 6850 Mendrisio
    Unglück beim Bahnübergang Wolfenschiessen: Mich erstaunt immer wieder, wenn ein solch sehr tragischer Unfall passiert, wie die Sanierungsbedürfnisse gerechtfertigt werden und Millionenbeträge kosten sollen. Die Behörden sollten ab sofort eine "STOP OBLIGATORISCH" Tafel ("obligatorisch" in vier Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch) vor den unbewachten Bahnübergängen installieren. Dazu müsste man dann auch diese neue Regelung publik machen und gesetzlich verankern.
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