Viren und Insekten bringen Firma Andermatt zum Blühen

Den Grundstein für das Unternehmen legte der Firmengründer Martin Andermatt mit der Zucht von Viren als biologisches Mittel gegen einen Apfel-Schädling. Was vor 25 Jahren als exotische Spinnerei galt, findet heute weltweit Beachtung. Die Andermatt Gruppe ist ein stattliches KMU geworden.

Das Produktionsgebäude der Andermatt Gruppe in Grossdietwil.

Bildlegende: Die Andermatt Gruppe in Grossdietwil produziert biologische Mittel zur Schädlingsbekämpfung. SRF

Das Familienunternehmen mit heute 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat als bescheidene Zwei-Personen-Firma in einem Bauernhaus in Grossdietwil begonnen. Der Gründer Martin Andermatt setzte sich vor 25 Jahren zum Ziel, biologische Pflanzenschutzmittel für die Landwirtschaft zu produzieren. Er züchtete spezielle Viren und stellte daraus ein Mittel gegen die Obstmade her.

Unterdessen hat die Firma ihre Produktepalette laufend erweitert: Im Sortiment sind Mittel gegen Feuerbrand oder Bienensterben, aber auch Hummeln zur Bestäubung oder Maden für die Behandlung von Wunden.

Zu Beginn interessierten sich vor allem Bio-Bauern für diese Mittel. Unterdessen setzen sie auch viele herkömmliche Produzenten nicht nur in der Schweiz ein. Die Andermatt Gruppe hat Tochterunternehmen und diverse Beteiligungen im Ausland und geschäftet mit 30 Ländern. 

Das Geschäft mit biologischen Pflanzenschutzmitteln ist unterdessen auch für Grosskonzerne im Agrochemie-Bereich interessant geworden. Sie haben diverse Kleinbetriebe aufgekauft.

Doch die Andermatt Gruppe will als selbstständiges Familienunternehmen in die Zukunft gehen und hält auch am Standort Grossdietwil fest.