Visionäre Zukunftsaussichen für die Gotthard-Bergstrecke

Ende 2016 wird der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Damit erhalten die historischen Verkehrswege der alten Bergstrecke eine neue Bedeutung. An einem hochdotierten Symposium in Altdorf wurden diese diskutiert.

Ein Zug unterwegs auf der Gotthardbergstrecke

Bildlegende: Die Gotthard-Bergstrecke soll der ganzen Gotthardregion neue Impulse verleihen. Keystone

An einem 2-tägigen Symposium in Altdorf beraten Fachleute aus Geschichte, Kultur, Politik oder Tourismus die Zukunft der Gotthard-Bergstrecke nach der Eröffnung des Neat-Basistunnels. Die Frage, die im Zentrum steht heisst, wie soll die Bergstrecke nach der Eröffnung betrieben und vermarktet werden?

Das Symposium fördert die Diskussion über innovative Ideen, die einen stetigen Besucherstrom generieren und die Landschaft am Gotthard beleben. Die Gäste sollen aber nicht nur durchfahren, sondern aussteigen, die Landschaft und die historisch spektakulären Bauten erleben.

Man müsse den Schwung der Eröffnung 2016 nutzen, um auf die Pionierleistungen zum Beispiel der Tremola oder der Teufelsbrücke aufmerksam zu machen, sagte Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshaus Luzern gegenüber dem Regionaljournal.

Kilian Elsasser, der das Symposium im Namen von ICOMOS suisse organisiert hat, wünscht sich, dass die Bergstrecke dereinst ins Verzeichnis der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wird. «Die Leute dort sitzen auf einem Schatz, den sie wuchern lassen sollen, bis die ganze Welt merkt, wie wundervoll es ist», schwärmte er.

Die SBB hat bereits vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass sie täglich pro Stunde einen Zug über die alte Bergstrecke fahren lassen will.