Vitznau wartet auf wirksamen Hochwasserschutz

Der Dorfkern der Rigi-Gemeinde liegt zum grossen Teil in der roten Zone auf der Gefahrenkarte: Bei lang anhaltendem Regen und starken Gewittern bedrohen Murgänge die Siedlungen. Das verunmöglicht eine verdichtete Bauweise im Dorfkern. Nun hofft man in Vitznau auf den Kanton.

Acht Bäche fliessen durch das Dorf Vitznau. Fünf davon sind bei Murgängen gefährlich. Deshalb gilt in einem Teil des Dorfkerns ein absolutes Bauverbot. Der Gemeinderat von Vitznau möchte aber wachsen und im Dorfzentrum verdichtet bauen. Dafür braucht es bauliche Massnahmen bei den Bächen.

Der Kanton Luzern sei sich der Gefahr bewusst, sagt Albin Schmidhauser von der Abteilung Naturgefahren: «Vitznau steht deswegen ganz oben auf der Prioritätenliste.»

Bis die ersten Arbeiten beginnen, dürfte es trotzdem noch «bis zu zwei Jahre» dauern. Solch komplexe Projekte würden selten «ohne Einsprachen und Beschwerden über die Bühne gehen», sagt Albin Schmidhauser.

«Vertrauen in den Kanton»

Dass der Kanton Luzern - trotz Sparpaket - in den Schutz von Vitznau investiert, davon ist Frau Gemeindeammann Irene Keller überzeugt: «Ich sehe die Schwierigkeit der Finanzierung.» Trotzdem ist Irene Keller zuversichtlich, dass Vitznau «nicht zurückgestellt» wird.

Noch offen sind die Kosten für die Verbauungen in Vitznau. Diese werden laut Kanton höher ausfallen als in Sörenberg, wo 20 Millionen Franken investiert wurden. Ebenfalls in oberster Priorität steht Vitznaus Nachbargemeinde Weggis.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr