Vizeweltmeister trotz fehlenden Trainings

Die Zentralschweizer Ruderer Simon Schürch und Mario Gyr holen an der Weltmeisterschaft in Südkorea die Silbermedaille, trotz Verletzungen und fehlenden Trainings. Dies ist der grösste Erfolg von Schweizer Ruderern seit 14 Jahren.

Mario Gyr (links) und Simon Schürch präsentieren ihre WM-Silbermedaille.

Bildlegende: Mario Gyr (links) und Simon Schürch wurden überraschend Vizeweltmeister im Leichtgewichts-Doppelzweier. Keystone

Wegen einer Rippenverletzung musste der Luzerner Mario Gyr auf dem Indoor-Bike Kilometer abspulen. Währenddessen trainierte Simon Schürch aus Schenkon alleine auf dem Skiff. Dem Ruderduo fehlten die Trainings im Leichtgewichts Doppelzweier. «Es war eine schwierige Saison und wir beide haben das Licht am Horizont nicht gesehen», sagt Simon Schürch.

Trotz dieser schwierigen WM-Vorbereitung gelang ihnen der Coup. Sie wurden im südkoreanischen Chungju hinter den Norwegern Vizeweltmeister. Dies ist der grösste Erfolg der Schweizer Ruderer in einer olympischen Bootsklasse seit 14 Jahren an einer WM. Damals holte Xeno Müller auf dem Skiff ebenfalls die Silbermedaille.

Grundstein nach Olympia 2012 gelegt

Nach den olympischen Sommerspielen in London trennte der Nationaltrainer Simon Cox den Leichtgewichts Doppelvierer in einen Doppelzweier (olympisch) und einen Doppelzweier ohne Steuermann (nicht olmypisch). Diese Entscheidung ebnete den Weg für die Kombination Schürch/Gyr. Und die Rechnung ging auf: In beiden Bootsklassen rudern die Schweizer an der Spitze.

Trotz dem Erfolg von Simon Schürch und Mario Gyr ist noch nicht klar, wie in Zukunft gerudert wird. «Ich kann einfach nur schnell rudern, alles andere muss Simon Cox entscheiden», erklärt Simon Schürch gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.