VLG: «Wir bringen unsere Anliegen meistens durch»

Der Verband der Luzerner Gemeinden VLG soll die Interessen der 83 Luzerner Gemeinden gegenüber dem Kanton oder dem Bund vertreten. Doch Agglomerationsgemeinden und die Stadt Luzern üben Kritik am Verband.

Luftbild der Gemeinde Kriens mit dem Pilatus im Hintergrund.

Bildlegende: Der VLG vertritt die Interessen der 83 Luzerner Gemeinden. Dani Helfenstein

«Unsere Aufgabe ist es, die Interessen der Gemeinden in Gesetzgebungsprozesse einzubringen, wenn es um Belange geht, die die Gemeinden betreffen. Wir können sagen, dass unsere Anliegen beim Kanton fast immer Gehör finden und unser Einfluss relativ gross ist», so Ludwig Peyer, Geschäftsführer des Verbands der Luzerner Gemeinden, gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Nicht nur der Regierungsrat und das Kantonsparlament regieren den Kanton Luzern, wenn es um kommunale Projekte geht. Auch der VLG hat ein gewichtiges Wort mitzureden. Die Öffentlichkeit weiss aber kaum darüber Bescheid, dass der VLG schon bei der Entstehung von neuen Vorlagen Einfluss nehmen kann.

«Dies hängt damit zusammen, dass wir vor allem mit Gemeinderäten zusammenarbeiten, weil diese ja schlussendlich die neuen Gesetze umsetzen müssen», so Peyer weiter. Eine geheime vierte Gewalt sei der VLG deswegen aber nicht.

Kritik von städtischen Gemeinden

In letzter Zeit ist der Verband aber immer stärker unter Beschuss geraten. Insbesondere die städtischen Gemeinden fühlen sich vom Verband zu wenig gut vertreten. Am Donnerstag kam es dann im Luzerner Stadtparlament zum Eclat: Der Austritt aus dem Verband wurde mit klarer Mehrheit beschlossen.