Volksmusikfest Obwald feiert das Zehnjährige

Eines der ausgefallensten Schweizer Festivals feiert das zehnjährige Bestehen: Das Volkskulturfest Obwald findet darum erstmals an zwei Wochenenden statt. Das internationale Programm bestreiten teilweise Künstler, die schon bei früheren Ausgaben aufgetreten sind.

Die Bühne auf der Waldlichtung in Giswil.

Bildlegende: Die Bühne mitten im Wald ist parat für die Volksmusiker aus aller Welt. SRF

Die Spezialität von Obwald ist es, lokale und Schweizer Folklore mit fremder zu verknüpfen und so Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuspüren. Dieses Jahr findet das Volkskulturfest vom 2.-4. und vom 9.-11. Juli statt. Hinzu kommt ein Konzertabend am 7. Juli, der vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet und am 12. Juli ausgestrahlt wird.

Austragungsort des Festes ist erneut die Waldlichtung Gsang bei Giswil. «Es liegt mir am Herzen, das Jubiläum zusammen mit Künstlern zu feiern, die die vergangenen Ausgaben geprägt hatten», sagt Martin Hess, Leiter des Volkskulturfestes.

Obwalden trifft Vietnam

Obwald wurde vor zehn Jahren von der Obwaldner Regierung initiiert. «Es ist mir kein Kanton bekannt, wo sich eine Regierung für eine Plattform für die Volkskultur stark macht», sagt Hess weiter. Die selben Protagonisten, die vergangene Woche am Jodlerfest in Sarnen dabei waren, spielen hier mit Musikern aus Vietnam zusammen, das zeigt wie weltoffen die Obwaldner Musiker sind.

Die Hälfte der Gäste aus Obwalden

Bis vor ein paar Jahren waren die Festivalbesucher aus dem Kanton Obwalden an den Konzerten untervertreten. Seit drei Jahren gibt es einen Vor-Vorverkauf für die Einheimischen. Dies führte dazu, dass bei der aktuellen Ausgabe die Hälfte der Tickets im Vorverkauf von Obwaldnerinnen und Obwaldnern gekauft wurden.

Bödälär und Flamenco-Tänzerinnen

Das erste Wochenende wird von Jodlerformationen aus Obwalden und Musikern aus Vietnam bestritten. Hinzu kommen Auftritte von Jodlern aus Muotathal, Appenzell sowie Hirtensänger aus Sardinien.

In der Folgewoche eröffnen Obwaldner Bödälär und Muotathaler Gäuälär zusammen mit Flamenco-Tänzerinnen aus Andalusien die Abende. Zu hören sind ausserdem eine Sängerin aus Bhutan sowie Chöre aus Obwalden, Toggenburg und Fribourg.

Herzstück des Festes bleibt der der wortlose Gesang Naturjuiz.Das Festival ist praktisch ausgebucht. Ausser für das erste Wochenende sind an der Abendkasse jeweils nur noch vereinzelte Karten erhältlich.