«Vom Stadttunnel profitiert der ganze Kanton Zug»

Der Zuger Stadttunnel ist ein Jahrhundertprojekt - mit Kosten von 890 Millionen Franken. Nach dem Ja des Kantonsrats mit 44 zu 33 Stimmen geht es für Baudirektor Heinz Tännler darum, auch das Stimmvolk davon zu überzeugen. «Vom Tunnel kann der ganze Kanton profitieren», sagt Tännler.

Tunneleinfahrt mit zwei Autos.

Bildlegende: So könnte ein Portal des Zuger Stadttunnels aussehen. zvg

Der Zuger Stadttunnel hat eine wichtige Hürde genommen: Der Kantonsrat hat das Jahrhundertprojekt am Donnerstag in zweiter Lesung mit 43 zu 33 Stimmen genehmigt.

Ob der Tunnel definitiv gebaut und die Stadt Zug vom Durchgangsverkehr entlastet wird, entscheidet aber das Volk. Die Abstimmung findet am 14. Juni statt.

«Teil eines Konzepts»

Dem Zuger Baudirektor Heinz Tännler (SVP) steht deshalb eine intensive Zeit bevor. Es gilt, auch die Gemeinden im Gebiet Ennetsee oder auf dem Zugerberg von der Notwendigkeit des 890-Millionen-Projekts zu überzeugen. «Der Tunnel bringt dem ganzen Kanton etwas», ist Tännler überzeugt. Er sei Teil eines Konzepts, das als Ganzes realisiert werden müsse. Zudem übernehme die Stadt Zug ja auch einen grossen Teil der Kosten.

Bei der Finanzierung verweist Tännler im Gespräch mit Radio SRF auf die befristete Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer: «Die Automobilisten tragen ihren Teil bei.» Später könne er sich vorstellen, dass die Steuererhöhung von einem Road-Pricing abgelöst wird. Diese Art der Strassenfinanzierung wird kommen, ob das nun vorab ein linkes Anliegen ist oder nicht», sagt Tännler.