Vom Teamleader zum Edelhelfer

Nach der Auflösung des IAM Cycling Teams erhält der Luzerner Mathias Frank beim Team AG2R La Mondiale eine neue Aufgabe als Edelhelfer. An der Tour de Romandie und Tour de Suisse darf er aber auf eigene Rechnung fahren.

Mathias Frank in den Farben seines neuen Teams AG2R La Mondiale

Bildlegende: Mathias Frank in den Farben seines neuen Teams AG2R La Mondiale Keystone

Als Mathias Frank 2014 während der Tour de Suisse zum ersten Mal Vater wurde, setzte dies beim Luzerner Teamleader des IAM Cycling Team enorme Energien frei. Sein zweiter Rang im Gesamtklassement gehört bis heute zu seinen besten Resultaten. Letztes Jahr zog er in sein Haus in Nottwil, das IAM Cycling Team löste sich auf, und Frank unterschrieb einen Vertrag bei AG2R La Mondiale.

Neue Rolle - weniger Druck

Damit verbunden ist ein Rollenwechsel. Bei der französischen Equipe ist er nicht mehr Teamleader, sondern wird als Edelhelfer eingesetzt. Von einem hierarchischen Abstieg will der Luzerner nichts wissen. «Ich habe diese Rolle sogar gesucht», betont Frank. «Ich bin IAM Cycling dankbar. Ich erhielt die Möglichkeit herauszufinden, was ich drauf habe und wie weit ich kommen kann. Nicht immer konnte ich den eigenen Ewartungen entsprechen.» Dem Druck und den Erwartungen standzuhalten ist nicht jedem gegeben. «In meinem neuen Team verteilt sich der Druck auf mehrere Schultern.»

Tour de Romandie und Tour de Suisse auf eigene Rechnung

Immerhin darf Mathias Frank an den beiden grossen Schweizer Rundfahrten Tour de Romandie und Tour de Suisse seine eigenen Interessen wahrnehmen. Dem Luzerner gelang aber an der am Sonntag zu Ende gegangenen Tour de Romandie kein Exploit. Im Gesamtklassement auf Rang 33 blieb er unter den Erwartungen. Die nächste Gelegenheit bietet sich im Juni an der Tour de Suisse, wenn die dritte Etappe fast vor seiner Haustüre vorbei führt. Vom Startort Menziken (AG) fährt der Tour-Tross via Sursee, Wolhusen und das Emmental ins Ziel nach Bern.