Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Vorwürfe gegen Urner Polizei: Regierung wartet Bundesgericht ab

Die Urner Regierung will vorderhand keine Administrativ-Untersuchung gegen die Urner Polizei einleiten. Die Sendung «Rundschau» hatte gegen die Polizei Vorwürfe erhoben: Mehrere Polizisten hätten bei der Strafuntersuchung gegen einen Cabaret-Besitzer gegen das Ausstandsgesetz verstossen.

Legende: Audio Beat Arnold zu den Vorwürfen gegen die Urner Polizei abspielen.
2:49 min

Die Forderung nach einer Administrativuntersuchung wurde im Beitrag der «Rundschau» von Seiten der SP erhoben. Sie steht im Zusammenhang mit einem Justizfall, bei dem der Beschuldigte einem involvierten Polizisten Befangenheit vorwirft. Auch seine Vorgesetzten hätten das Gesetz verletzt, weil sie wegen dem Befangenheitsvorwurf nicht interveniert hätten.

Im letzten Herbst verurteilte das Urner Obergericht einen Cabaret-Betreiber aus Erstfeld zu 15 Jahren Freiheitsentzug. Der Mann soll einen Auftragskiller auf seine damalige Ehefrau angesetzt haben und elf Monate zuvor auf einen Gast geschossen haben. Doch der Beschuldigte beteuerte seine Unschuld. Seit vier Jahren sitzt er in Sicherheitshaft. Demnächst befasst sich das Bundesgericht mit seinem Fall.

Zur Forderung nach einer Administrativuntersuchung erklärt der Urner Sicherheitsdirektor Beat Arnold gegenüber Radio SRF: «Wir werden nach dem Vorliegen des Bundesgerichts-Urteils darüber befinden, ob und wie wir reagieren werden.»

Arnold stellt sich grundsätzlich hinter die Arbeit der Urner Polizei und betont: «Der Beschuldigte hat weder vor dem Landgericht noch vor dem Urner Obergericht je ein ordentliches Ausstandsbegehren gestellt.»

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    Arnold betont: «Der Beschuldigte hat weder vor dem Landgericht noch vor dem Urner Obergericht je ein ordentliches Ausstandsbegehren gestellt.» - Aber, aber Herr Arnold, was für eine Ausflucht! Das wäre doch Sache der Behörden gewesen, dafür zu sorgen, dass die Abklärung sauber abläuft!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen