Während 22 Jahren im Einsatz für das Einsiedler Welttheater

Peter Kälin führte als Präsident der Welttheater Gesellschaft das Theater auf dem Klosterplatz in die Moderne. Jetzt tritt er kürzer - und mit ihm zusammen verlassen fünf weitere Mitglieder den Welttheater-Vorstand. Damit sei der Weg offen für eine neue Auslegeordnung, sagt Kälin.

An der Generalversammlung 1993 wurde Peter Kälin zum Präsidenten der Welttheater Gesellschaft Einsiedeln gewählt. Damals kam es wie in diesem Jahr zu einer grundsätzlichen Erneuerung des Vorstandes. Man habe so viele neue Ideen einbringen können. «Auch heute ist es eher ein Segen, dass so viele zurücktreten, denn so kann der neue Vorstand eine Auslegeordnung machen und neu anpacken», sagt Peter Kälin.

Grosse Erfolge mit Hesse und Hürlimann

Unter der Leitung von Peter Kälin fand das Einsiedler Welttheater den Weg in die Gegenwart. So holte er für die Inszenierungen in den Jahren 2000 und 2007 den Autor Thomas Hürlimann ins Boot, welcher einen neuen Text auf der Basis der Grundlage von Calderón schuf. Die jeweiligen Inszenierungen von Volker Hesse wurden zu grossen Erfolgen.

Die dritte Spielzeit unter dem Präsidenten Peter Kälin 2013 war dann etwas weniger erfolgreich. Es sei immer schwieriger, sich bei der wachsenden Konkurrenz zu behaupten, so Kälin. Nach 22 Jahren gibt Kälin jetzt das Präsidium der Welttheater Gesellschaft an der GV am Donnerstag ab: «Kürzer treten fällt mir nicht schwer. Aber wenn man nach so langer Zeit ein Amt abgibt, welches man gerne gemacht hat, ist das schon ein spezieller Moment.»

Regionaljournal Zentralschweiz; 12:03 Uhr