Sonntagsgast Wandel in der Luzerner Altstadt geht weiter

Die Altstadt verliert immer mehr traditionelle Familienbetriebe. Das sei zwar bedauerlich, sagt André Bachmann, Vorstandsmitglied der City-Vereinigung. Betrachte man jedoch das ganze Stadtgebiet, so habe Luzern seiner Kundschaft nach wie vor einen attraktiven Branchen-Mix zu bieten.

Schwanenplatz Luzern - das Tor zur Altstadt

Bildlegende: Die Altstadt als Einkaufsort wird sich auch in den nächsten Jahren weiter verändern. Keystone

Innerhalb kurzer Zeit wurde bekannt, dass verschiedene Traditions-Geschäfte in der Altstadt schliessen. Das jüngste Beispiel ist die Bijouterie Moser an der Hertensteinstrasse. Diese Entwicklung überrasche nicht - hingegen das Tempo, sagt André Bachmann, Vorstandsmitglied der Luzerner City-Vereinigung.

Der Wandel ist seit einigen Jahren zu beobachten und sei auch nicht grundsätzlich falsch, sofern sich ein Unternehmen an einem anderen Standort weiter entwickelt. «Bedauerlich ist jedoch, wenn ein Betrieb gezwungen wird aufzugeben, weil er zum Beispiel die Miete nicht mehr bezahlen kann», sagt Bachmann weiter.

Entwicklung hat verschiedene Gründe

Das Kaufverhalten der Kundschaft habe sich stark verändert. Der Frankenkurs spiele nach wie vor eine Rolle oder eben auch die hohen Mitpreise in der Altstadt, glaubt Bachmann. Diese Mieten könnten sich heute häufig nur noch grosse Ketten oder prominente Uhrenfirmen leisten.

Damit sich einheimische Detaillisten und Gewerbetreibende halten können, sollten sie möglichst gute Rahmenbedingungen erhalten. «Die Reglemente sind oft zu starr. Ich wünsche mir von Behördenseiten mehr Kompromiss-Bereitschaft», sagt Bachmann.

André Bachmann ist bei der City-Vereinigung zuständig für den Bereich Politik. Er ist Geschäftsleitungsmitglied bei der Luzerner Firma Lichtteam AG.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17.30 Uhr