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Zentralschweiz Warum die Zentralschweiz für den Gripen stimmte

Der Kauf des Gripen wurde landesweit deutlich mit 53 Prozent der Stimmen abgelehnt. Die Zentralschweiz stimmte geschlossen und mit grosser Mehrheit dafür. Dieses Ja sei vor allem ein Bekenntnis zu den beiden Flugzeugbauern in der Region.

Ein Militärflugzeug in einer Montage-Halle.
Legende: Der Gripen-Kampfjet bleibt in Zukunft in der Schweiz am Boden. Keystone

«Die Stimmbürger haben mit ihrem Ja an der Urne vor allem klar Ja gesagt zur Ruag in Emmen und den Pilatuswerken in Stans, aus Angst, Stellen und Ausbildungsplätze könnten verloren gehen. Dieses deutliche Ja in der Zentralschweiz hat sicher einen wirtschaftlichen Hintergrund», sagte der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt gegenüber Radio SRF.

Eng mit den beiden Flugzeugbauern verbunden sind auch die Militärflugplätze in Buochs und Emmen. Auch diese hätten die Stimmberechtigten bei ihren Entscheiden im Hinterkopf gehabt, ist sich Odermatt sicher.

Dass ein Nein zum Gripen nun wirtschaftlich negative Folgen haben könnte, glaubt Lucius Hafen vom Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen nicht: «Die Gripen-Jets wären sowieso nicht in der Zentralschweiz gebaut, sondern nur gewartet worden. Das hätte kaum mehr Arbeitsplätze gebracht. Die Ruag sollte sich nun mehr auf die zivile Luftfahrt konzentrieren und so ihre Zukunft sichern.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von P.Bürger, Schaffhausen
    Sollten die Stimmbürger in der Innerschweiz wirklich mit diesem Motiv so gestimmt haben,wäre dies bedenklich & sehr kurzsichtig. Der GRIPEN ist doch kein Arbeitsbeschaffungsprogramm für Not leidende Regionen! G. Odermatt argumentiert korrekt, wenn er sagt, dass sich die RUAG auf die zivile Luftfahrt konzentrieren solle! Kriegsmaterialproduktion kann ja nun wirklich auch kein ethisch korrektes Geschäftsmodell sein, oder?
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