Wasser trinken in der Schweiz und damit in Afrika helfen

Seit Mai 2012 sammelt der Verein «Wasser für Wasser» Geld für Trinkwasserprojekte. Der Verein der Krienser Brüder Morris und Lior Etter hat in einem Jahr 50'000 Franken gesammelt, die nun in einem Slum in Sambia investiert werden.

Ein Wasserkiosk in Kanyama, einem Slum in der Hauptstadt Sambias.

Bildlegende: So sieht ein bestehender Wasserkiosk in Kanyama aus. ZVG

Anfänglich rechneten Morris und Lior Etter mit Einnahmen von 20'000 bis 30'000 Franken. Nun sind es rund 50'000 Franken, die für Trinkwasserprojekte zur Verfügung stehen. Dieses Geld wird ab sofort in Kanyama investiert. In diesem Slum in Lusaka, der Hauptstadt von Sambia, leben rund 300'000 Einwohner, rund die Hälfte noch ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Handwerker und Wasserkioske

«Wasser für Wasser» wird ab sofort zwei Projekte in Kanyama realisieren. Einerseits wird die Ausbildung zum Sanitärinstallateur angeboten. Dabei sollen in sechs Monaten diplomierte Handwerker ausgebildet werden.

«Es gibt zu wenige Handwerker in Sambia, welche die bestehenden Wasserleitungen betreuen können. Mit dieser Ausbildung bieten wir Menschen in Kanyama eine solide Berufsausbildung mit Zukunftsperspektiven», sagt Lior Etter gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

Andererseits fliesst das gesammelte Geld in ein Infrastrukturprojekt, dem sogenannten Wasserkiosk. An einem solchen Kiosk können die Leute Wasser zu einem Minimalpreis kaufen.

Die Einnahmen sichern den Verkäufern den Lebensunterhalt und fliessen in Bau und Unterhalt von Wasserleitungen. «Solche Kioske gibt es bereits, jedoch noch zu wenige in Kanyama. Darum werden wir fünf Wasserkioske bauen», erklärt Morris Etter.