Wauwil winkt ab: Verzicht auf Fusion mit Egolzwil

Der Gemeinderat von Wauwil hat den Abbruch des Fusionsprojekts zwischen den Luzerner Gemeinden einseitig beschlossen. Man sei sich bei wichtigen Punkten nicht einig geworden, heisst es aus dem Gemeinderat Wauwil. Wo die Knackpunkte konkret lagen, bleibt allerdings offen.

Bereits 2006 war eine Fusion der beiden Gemeinden gescheitert, damals am Nein des Egolzwiler Stimmvolks. Ein neuer Anlauf für den Zusammenschluss war auf Frühjahr 2016 angesetzt. Nachdem der Gemeinderat von Egolzwil am Dienstagmorgen in einem offenen Brief bekannt gab, dass Wauwil die Fusionsbemühungen abbreche, ist dieses Begehren vorläufig zum zweiten Mal vom Tisch.

Keine Einigung in wichtigen Punkten

Zwischen den beiden Gemeindebehörden herrscht offenbar kein Einvernehmen. In seiner spärlichen Mitteilung schreibt der Wauwiler Gemeinderat, man stimme in wichtigen Punkten nicht überein, was die erfolgreiche Führung der fusionierten Gemeinde verunmögliche.

Der Egolzwiler Gemeinderat bedauert den einseitigen Abbruch der Verhandlungen und sei offen für neue Gespräche, schreibt er in seinem Brief. Trotz seines überraschenden Ausstiegs scheint die Fusion für Wauwil aber längerfristig nicht ausgeschlossen, wie der Gemeinderat verhalten anklingen lässt.

Aktuell keine Fusionen am laufen

Zur Zeit sind im Kanton Luzern «keine weiteren Fusionsprojekte am laufen», bestätigt Judith Lauber vom Amt für Gemeinden des Kantons Luzern. Dieser unterstützt Gemeinden, welche fusionieren wollen, finanziell. Geld ist aber im Fall Wauwil/Egolzwil noch keines geflossen. Es bestehe lediglich die Zusicherung von 75'000 Franken als Projektbeitrag.