Wegen starkem Wind: Kein «Blätzverbrennen» in Schwyz

Die Verbrennung des «Blätz» auf dem Hauptplatz in Schwyz wird seit fast 80 Jahren zelebriert. In diesem Jahr findet aber das Fasnachtsende ohne Feuerwerk und Blätzverbrennen statt.

Mann mit Hut neben Puppe

Bildlegende: Karl-Andreas Schuler, der aktuelle Präsident der Gesellschaft, mit einem «Mini-Blätz». SRF

Das Fasnachtsende wird im Hauptort Schwyz in diesem Jahr zwar gefeiert, aber der Höhepunkt entfällt. Der Wind macht der Güdeldienstag-Gesellschaft einen Strich durch die Rechnung. Das Abbrennen des «Blätz» und das grosse Feuerwerk können aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

Bis in die Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts war der letzte Fasnachtstag, der Güdeldienstag in Schwyz, explizit für die Kinderfasnacht reserviert. Wer als Erwachsener noch fasnächtlich unterwegs war, musste mit einer saftigen Busse rechnen.

Diesen Umstand wollten einige fasnachtsverrückte Männer nicht mehr hinnehmen. Deshalb gründeten sie 1937 die «Güdeldienstag-Gesellschaft». Sie liessen den alten Brauch des Fasnachtsfeuers wieder aufleben. Auf einem Scheiterhaufen wird der vier Meter hohe «Blätz», eine Figur gestopft mit Krachern und Stroh, entzündet.