Weibeln für die Integration von IV-Bezügern im Kanton Luzern

Die Zentralschweizerische Industrie- und Handelskammer informierte am Dienstagabend an einem Anlass Firmen aus dem Kanton Luzern, wie sie IV-Bezüger wieder ins Arbeitsleben integrieren können. So soll die Invalidenversicherung längerfristig entlastet werden.

Menschen sitzen in einem Saal und hören einem Redner zu.

Bildlegende: Über 100 Firmen aus dem Kanton Luzern liessen sich über die Integration von IV-Bezügern informieren. SRF

Die IV müsse dringend saniert werden und alle Kantone müssten ihren Teil dazu beitragen. Um zu vermeiden, dass der Bund eine Quotenregelung für die Integration von IV-Bezügern in die Arbeitswelt einführt, wolle man die Firmen dazu ermuntern, freiwillig IV-Bezügern eine Arbeit zu geben, so Felix Howald, Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ.

«Wir wollen die Firmen aufklären, sensibilisieren und auch mobilisieren, ihren Teil zur Sanierung der Invalidenversicherung beizutragen, auch aus eigenem Interesse», so Howald gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Die meisten der über 100 Firmen, welche am Informationsanlass der IHZ teilnahmen, haben schon IV-Bezüger in ihren Betrieben integriert oder aber sind daran interessiert. «Es ist zwar ein sehr grosser Aufwand, da die IV-Bezüger für eine Arbeit oft länger brauchen und die Einarbeitung aufwändiger ist, aber wir wollen mithelfen», sagt Daniel Supersaxo von der Firma Collano in Sursee, welche schon seit längerem IV-Bezüger im Betrieb integriert.

Oftmals sei es auch so, dass IV-Rentner viel Erfahrung hätten, aber aus körperlichen Gründen nicht mehr zu 100 Prozent arbeitsfähig seien. Anstatt diese Erfahrung zu verlieren, wolle man lieber eine Umschulung ins Auge fassen oder den Mitarbeiter nur noch in einem Teilzeitpensum beschäftigen, so Supersaxo weiter.