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Zentralschweiz Weitere Verzögerungen und Mehrkosten beim Bau der neuen Stoosbahn

Die Probleme beim Bau des 52 Millionen Franken teuren Bauwerks sind nicht zu übersehen. Grosse Verzögerungen, vor allem beim Bau der Tunnel, verteuern den Bau der Stoosbahn. Über die Schuldfrage streiten sich die Stoosbahnen und Implenia, welche die Tunnels baut.

Bauarbeiten bei der Tatlstation der neuen Stoosbahn.
Legende: Der Bau der künftigen Talstation kommt planmässig voran. Grosse Verzögerungen gibt es aber beim Bau der drei Tunnels. SRF

Die drei Tunnel hätten Ende Februar 2015 fertig sein sollen, wie der «Bote der Urschweiz» am Mittwoch schreibt. Zur Zeit ist allerdings nicht einmal der erste, kleine Stollen, von dem aus die Arbeiten starten, fertig. Die Tunnelarbeiten sind ins Stocken geraten.

Nun streiten sich die Stoosbahnen und die Bauunternehmung Implenia, wer die Verantwortung für die Verzögerungen und die daraus resultierenden Mehrkosten übernehmen muss. Implenia macht die schlechten geologischen Prognosen dafür verantwortlich.

Dazu komme, dass man die Planungsunterlagen mit 10-monatiger Verspätung erhalten habe, sagt René Kotacka von Implenia. Dies lässt Thomas Meier, Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, so nicht gelten. Er kritisiert im Gegenzug die Baumethode von Implenia - das sogenannte Raise-Drill-Verfahren.

Die beiden Parteien sind im Gespräch miteinander, um eine Lösung zu finden und so einen drohenden Rechtsstreit zu vermeiden.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Früher gab es im Wallis immer wieder solche teure (und wahrscheinlich zu wenig abgeklärte) Baudebakel im öV oder Kanton (Furkaloch, Autobahn Sidders-Brig, usw.). In letzter Zeit häufen sich solche Missplanungen, mit teuren Nachkrediten und zeitlichen Verzögerungen in der Innerschweiz (Grafenort-Engelberg der ZB, Stoosbahn, usw.) Anderseits wird einfach die romantische Standseilbahn Kehrsiten-Bürgenstock aufgehoben, statt renoviert! Da laufen offensichtlich viele amateurhafte öV-Vorhaben!
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  • Kommentar von Franz Sager, Remetschwil
    Einheimische und Gebietskenner aus dem Muotathal haben unisono darauf hingewiesen, dass die gewählte Linienführung die absolut schlechteste aller möglichen Varianten sei. Die Geologie in der gewählten Linienführung sei jene, die am meisten durch Wasserläufe durchzogen sei und für Tunnelbauten ungeeignet sei. Man wollte nicht darauf hören. Ich bin gespannt auf weitere Kapital in dieser Story.
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