Weniger Geld für öffentliche WCs in Luzern

Das Luzerner Stadtparlament bewilligt weniger Geld für die Sanierung der öffentlichen WCs als die Stadtregierung gewünscht hat. Statt 1,1 Millionen Franken stehen für die WCs nur 670'000 Franken zur Verfügung.

Widerstand gegen den Kredit kam vor allem von SVP und FDP. Sie argumentierten, es gebe zu viele öffentliche Toiletten, deren Unterhalt zu teuer sei. Der vorliegende Masterplan WC sei eine Luxusvariante, erklärte FDP-Grosstadtrat Rieska Dommann.

Kritik am Masterplan WC äusserte auch die CVP. Ihr Sprecher Roger Sonderegger forderte, dass die Toiletten künftig nicht mehr gratis sein sollen. Anders sahen dies Grüne und SP. Für sie gehören die WCs zu einem guten Angebot der Stadt.

Sanierungskosten zu hoch

Einig waren sich fast alle Fraktionen, dass die Kosten für die Sanierung alter Anlagen zu hoch sei. Gegen die Kürzung des Kredits wehrte sich Baudirektorin Manuela Jost vergeblich. Das Parlament beschloss mit 34 zu 5 Stimmen bei 6 Enthaltungen eine Kürzung des Kredites von 1,1 Millionen auf 670'000 Franken.