Polizeistatistik Luzern Weniger leichte Delikte und mehr schwere Fälle

Die Luzerner Kriminalstatistik zeigt insgesamt rückläufige Zahlen. Insbesondere bei der Jugendkriminalität und den Einbrüchen gingen die Zahlen zurück. Gestiegen sind sie bei den Raubüberfällen oder den Wirtschaftsdelikten. Das ist eine Verlagerung von leichten zu komplexen Delikten.

Ein Hacker am Computer

Bildlegende: Die Luzerner Polizei muss sich auch gegen Internetkriminalität wappnen. Das ist ein Aspekt des Polizeigesetzes. Keystone

Die Luzerner Polizei informierte über die Kriminalstatistik 2016. Die Zahl der Straftaten ging von 26'731 auf 24'680 zurück. Die Aufklärungsquote lag bei 35,5 Prozent. Zugenommen hat die Zahl der Raubüberfälle und der schweren Körperverletzungen sowie der Wirtschaftsdelikte. 1542 Mal wurde eingebrochen, gemäss Polizei ist dies ein Rekordtief. Die Zahl der Straftaten pro 1000 Einwohner lag mit 47,1 Fällen leicht unter dem Schweizer Mittelwert.

Weniger Verkehrsunfälle

Im Kanton Luzern haben sich 2016 weniger Verkehrsunfälle ereignet als im Jahr zuvor. Die Zahl der erfassten Unfälle ging um 10 Prozent auf 2097 zurück. 10 Personen kamen dabei ums Leben. 2015 waren es 15 gewesen. Die Zahl der Todesopfer liegt damit gemäss Polizei unter dem Mittelwert der Vorjahre. Fussgänger waren 2016 nicht unter den Todesopfern.

Mehr Unfälle mit E-Bikes

Da immer mehr Elektrovelos unterwegs sind, gab es auch mehr Unfälle mit diesen Fahrzeugen. Die Unfallzahlen lägen aber auf einem tiefen Niveau, wenn die markante Zunahme der Zahl der E-Bikes und die längeren Fahrdistanzen berücksichtige.