«Wenn ich mit dem Jeep vorfahre, erfahre ich nicht die Wahrheit»

Seit bald zwei Jahren ist Patrick Renz Direktor des Fastenopfers. Das Hilfswerk erwirtschaftet vor allem während der Fastenzeit Spendengelder. Das Fastenopfer unterscheidet sich von anderen Hilfswerken mit einer sehr direkten Hilfe, bei welcher voll auf lokale Organisationen gesetzt wird..

Derzeit ist der Terminkalender von Patrick Renz voll. Für den Direktor des Fastenopfers mit Sitz in Luzern ist die Fastenzeit eine besonders wichtige Zeitspanne. Denn da generiert seine Hilfsorganisation den Grossteil ihrer Spendengelder.

Natürlich gebe es auf dem Platz Luzern auch andere christliche Hilfswerke, beispielsweise die Caritas, erklärt Renz. Ihre Arbeit unterscheide sich aber von jener anderer solcher Organisationen. Sie setzten voll auf die direkte Hilfe vor Ort, ausgeführt von lokalen Partnern. Sie selbst als Fastenopfer hielten sich bewusst im Hintergrund.

Reisen inkognito

Oft reise er auch inkognito in jene Regionen, wo das Hilfswerk tätig sei. «Wenn ich mit dem dicken Jeep vorfahre mit dem Fastenopfer-Logo, erfahre ich nicht die ganze Wahrheit», ist Patrick Renz überzeugt. Als einfacher «Freund» des lokalen Projektleiters erhalte er einen besseren Einblick.

Dieses Jahr setzt die Kampagne des Fastenopfers zusammen mit Brot für alle auf das Thema Gold und will die Schattenseiten des glänzenden Metalls ausleuchten. Er rechne mit rund 22 Millionen Franken Spendengeldern. Natürlich seien die klassischen Spenden aus dem traditionellen violetten Säcklein rückläufig, nicht zuletzt weil sich auch die Kirchen immer mehr leeren. Renz setzt aber auf andere Kanäle. Und die Loslösung der direkten Verbindung zum Kirchenbank habe auch neue Spendengelder generieren können.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.