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Asyl-Plätze in Zuger Gemeinden Wer nicht will, muss auch künftig keine Asylsuchenden aufnehmen

Eine Gruppe Asylsuchender sitzt vor einer Polizistin, welche ihnen etwas erklärt.
Legende: Walchwil und Neuheim gehören zu jenen Zuger Gemeinden, die keine Asylbewerber aufnehmen. Keystone (Symbolbild)
  • Im Kanton Zug bieten nicht alle der 11 Gemeinden Unterkünfte für Asylsuchende an.
  • Dennoch hat es der Kantonsrat am Donnerstag abgelehnt, bei den säumigen Gemeinden eine härtere Gangart einzulegen.
  • Die Regierung hätte das Sozialhilfegesetz anpassen und so erreichen wollen, dass unkooperative Gemeinden bestraft werden könnten.
  • Der Rat entschied nun mit 45 zu 26 Stimmen, gar nicht auf die Vorlage einzutreten.

Grosse Unterschiede

Asylsuchende sind im Kanton Zug seit vielen Jahren ungleich auf die Gemeinden verteilt. Beispielsweise haben Walchwil und Neuheim seit Jahren keinen einzigen Asylbewerber mehr aufgenommen. Sie begründen dies damit, dass günstige Unterkünfte fehlen würden. In Unterägeri wiederum, das gemäss Verteilschlüssel nur gegen 50 Asylsuchende aufnehmen müsste, lebten zeitweise knapp 100.