Wettersituation in der Zentralschweiz entspannt sich - vorerst

Rund 150 Schadensmeldungen gingen bei der Luzerner Polizei ein - zwischen Montagnachmittag und dem frühen Dienstagmorgen. Schäden gab es auch in Nidwalden. Weil neuer Regen angekündigt ist, kann noch keine Entwarnung gegeben werden.

Die Luzerner Polizei registrierte bis Dienstagmittag rund 150 Schadenmeldungen. Betroffen waren vor allem das Entlebuch und Gebiete im Luzerner Hinterland. Der Schaden sei massiv. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Bäche traten über die Ufer, Keller und Dutzende Gebäude füllten sich mit Wasser. Strassen waren vorübergehend blockiert, sind aber unterdessen geräumt. Normalbetrieb herrscht auch wieder auf der Bahnstrecke zwischen Sursee und Sempach-Neuenkirch. Diese war bis am Dienstagmorgen wegen überschwemmter Geleise gesperrt gewesen.

Entspannung auch im Rest der Zentralschweiz

Nebst dem Kanton Luzern war Nidwalden am meisten von den Folgen der Niederschläge betroffen. «Bei der Nidwaldner Polizei gingen insgesamt rund 20 Schadenmeldungen aus den Gemeinden Stans, Oberdorf, Buochs und Emmetten ein», sagte Lorenz Muhmenthaler, der Chef der Verkehrs- und Sicherheitspolizei. Seit Montagnacht seien keine weiteren Meldungen eingegangen. Die anderen Zentralschweizer Polizeikorps berichteten nur von vereinzelten Schadensmeldungen.

Trotz des vielen Regens sind die Pegelstände der Seen in der Region im Moment nicht prekär. So liegt zum Beispiel das Wasser des Vierwaldstätersees auf knapp 434 Metern über mehr - rund 30 Zentimeter unter der kritischen Grenze.

Auch der Pegel des Sarnersees hat sich in der Nacht auf Dienstag stabilisiert. Ursprünglich hatte der Gemeindeführungsstab von Sarnen mit einem Anstieg des Pegels gerechnet. Dennoch werde die Situation weiter beobachtet und es sei nicht auszuschliessen, dass der Sarnersee an flachen Ufern überschwappe.