Widerstand gegen Gemeindefusionen im Kanton Uri

Im Kanton Uri soll die Zahl der Gemeinden drastisch verkleinert werden. Der Landrat diskutiert die Vorlage am Mittwoch. Aus den Gemeinden gibt es bereits jetzt massiven Widerstand, wie der Urner Gemeindeverbandspräsident Karl Huser, Sonntagsgast im Regionaljournal, erklärt.

Porträt des Verbandspräsidents Karl Huser

Bildlegende: Widerstand gegen Gemeindefusionen Der Präsident des Urner Gemeindeverbandes sieht die Zeit für Gemeindefusionen noch nicht gekommen. SRF

«Die Zeit ist noch nicht reif, das Tempo ist zu forsch», sagt Karl Huser, Präsident des Urner Gemeindeverbandes. Die Befürchtung sei, dass die Gemeinden zu sehr fremdbestimmt würden. Auch finanzielle Anreize des Kantons könnten die Gemeinden nur schwer zu Fusionen veranlassen. Karl Huser betont aber, eine Fusion sei nicht partout schlecht, so könnten beispielsweise Behörden und Schulen zusammengelegt werden und Synergien würden genutzt.

Die Einteilung des Kantons Uri in 5 Gemeinden.

Bildlegende: Fusionsplan Der Regierungsrat will mit 5 Gemeinden in die Zukunft gehen. zvg

Regierungsrat mit grossem Wurf

Der Fusionsplan der Urner Regierung sieht vor, aus den 20 Gemeinden noch fünf zu machen. Zudem sollen die Gemeinden in der Verfassung nicht mehr namentlich erwähnt werden. Der Urner Regierungsrat setzt auf Freiwilligkeit und unterstützt Fusionsprojekte mit gesamthaft 10 Millionen Franken.

Der Landrat wird die Vorlage am Mittwoch diskutieren, voraussichtlich noch diesen Herbst wird das Volk das letzte Wort haben.