Widerstand gegen neue Biosphären-Statuten

In den Entlebucher Gemeinden rumort es: Die neuen Statuten des Gemeindeverbandes Unesco Biosphäre Entlebuch werden massiv kritisiert. Der Verband erhalte damit zuviel Macht, reklamieren die Gegner. Nun wird das Stimmvolk im Herbst darüber entscheiden.

Blick auf eine Entlebucher Gemeinde

Bildlegende: Uneinigkeit bei den Entlebucher Gemeinden über die neuen Statuten des Gemeindeverbandes. zvg

Das SVP-nahe Referendumskomitee hat am Montag über 1'100 Unterschriften gegen die neuen Statuten eingereicht. Mit den neuen Statuten würden kleinere Gemeinden benachteiligt. «Der Gemeindeverband erhält zu viele Kompetenzen zum Beispiel bei der Organisation von Abwasser oder Abfall. Ausserdem werden die Gemeindeversammlungen und somit das Volk bei wichtigen Entscheidungen ausgeschaltet», sagte Peter Hofstetter vom Referendumskomitee.

Der Gemeindeverband wolle sich ein moderneres Kleid geben. «Wir wollen Strukturen vereinfachen und die Arbeit des Verbandes erleichtern», kontert Franz Koch, Vizepräsident des Gemeindeverbandes Unesco Biosphäre Entlebuch. «Nach der gescheiterten Gemeindefusion wurde der Ruf laut nach einem Mehrzweckverband, der die Arbeit für die Gemeinden übernimmt. Die neuen Statuten können dem Rechnung tragen», sagt Koch weiter.

Die Abstimmung über die neuen Statuten findet voraussichtlich im November statt. Zum Gemeindeverband Unesco Biosphäre Entlebuch gehören sieben Gemeinden.