Widerstand gegen Sparübung beim Schwyzer ÖV

Kein Leistungsabbau beim öffentlichen Verkehr im Kanton Schwyz: Dies verlangt die Verkehrskommission. Sie stellt sich gegen die Absicht der Regierung, beim ÖV jährlich 500'000 Franken einzusparen. Drei Buslinien, die Luftseilbahn Morschach-Stoos und die Rigi-Bahnen sollen weiter finanziert werden.

Zug auf die Rigi in der Dämmerung.

Bildlegende: Die Zugsverbindung auf die Rigi gehört zu den gefragten Schwyzer ÖV-Angeboten. Keystone

Mitte Dezember 2014 hatte die Schwyzer Regierung dem Parlament ein «moderates» Sparszenario für den öffentlichen Verkehr vorgelegt. Dieses sollte Einsparungen von jährlich 500'000 Franken bringen. Es sieht den Rückzug des Kantons aus der Mitfinanzierung von fünf Linien vor. Betroffen sind die Buslinien Schwyz-Oberiberg, Muotathal-Sahli und Pfäffikon-Roggenacker-Schindellegi-Chaltenboden sowie Beiträge an die Rigi-Bahn und die Luftseilbahn Morschach-Stoos.

Damit ist die kantonsrätliche Kommission jedoch nicht einverstanden. Die Mitglieder hätten zwar beschlossen, auf die Vorlage einzutreten, teilte die Kommission am Montag mit. Aber sie verlangt, auf das Sparszenario zu verzichten. Die Einsparung stehe in keinem Verhältnis zu den negativen Auswirkungen, erklärt Kommissionspräsident Michael Stähli gegenüber Radio SRF. «Die betroffenen Linien gehören zu einem attraktiven Angebot des öffentlichen Verkehrs im Kanton Schwyz.». Die Vernehmlassung habe gezeigt, dass sie ihre Berechtigung haben. Deshalb solle der Kanton seine Beiträge auf dem heutigen Stand beibehalten.