Winter mit Hochs und Tiefs

Wenig Schnee und dafür Rekordtemperaturen: Der Winter zeigt sich momentan nicht wirklich winterlich. Was das für Auswirkungen auf die Skigebiete, Skischulen und Zulieferer hat und wie der Meteorologe diesen Winter beurteilt, wollte das Regionaljournal Zentralschweiz genauer wissen.

Beispiel Klewenalp: Auch dieses Skigebiet spürt den schneearmen Winter. So fragen Kunden am Schalter, ob man Geld zurückerhalte für das bereits im November erstandene Saisonabonnement. Das Wetter sei höhere Macht, ist die freundliche Antwort. Dieses Beispiel im Kanton Nidwalden zeigt: Die Wintersaison verläuft bis jetzt nicht nach Wunsch. Viele Skilifte stehen still. Während normalerweise an guten Tagen über 3000 Personen auf die Klewenalp fahren, waren es am Dienstag - bei strahlendem Sonnenschein - gerade Mal 500. Und dabei geht es vielen Skigebieten nicht anders.

Auch Zulieferer betroffen

Auch die Zulieferbranche für die Skigebiete spürt den milden Winter direkt. Lieferanten sprechen von einem Auftragsrückgang zwischen 10 und 30 Prozent. Allerdings können einige von ihnen diese Ausfälle mit dem Geschäft im Flachland zumindest zum Teil kompensieren. Immer mehr Betriebe würden nicht mehr grosse Saisoneinkäufe machen, sondern von Tag zu Tag planen - je nach Witterungs- und Pistenverhältnissen. Hoffnung macht hingegen der Experte von SRF Meteo: Am nächsten Wochenende soll wieder Schnee fallen. Allerdings sei es schon so, dass mit dem Klimawandel ein Trend zu milderen Wintern zu beobachten sei, erklärt SRF-Meteorologe Jürg Zogg.