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«Crypto Valley» Zug «Wir wollen die Akteure kennen, um Missbräuche zu verhindern»

Bundesrat Schneider-Amman hat sich in Zug von Regierungsrat Matthias Michel über Technologien wie Blockchain oder sogenannte Kryptowährungen wie Bitcoins informieren lassen. Im Kanton Zug sind rund 30 Firmen aus diesem Bereich angesiedelt.

Legende: Audio Interview mit dem Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (17.08.2017) abspielen. Laufzeit 5:12 Minuten.
5:12 min, aus Regi LU vom 17.08.2017.

SRF News: Warum setzt sich der Kanton Zug so stark für diese digitalen Technologien und deren Branche ein?

Matthias Michel: Der Kanton Zug ist seit Jahren stark dem Strukturwandel unterworfen. Der nächste anstehende Wandel ist die Digitalisierung. Diesen Veränderungen wollen und müssen wir uns stellen. Sei es mit Arbeits- oder Ausbildungsplätzen, damit wir auch für die Zukunft eine Perspektive für die Bevölkerung haben.

Nehmen Sie dafür Geld in die Hand?

Für diesen Wandel nehmen wir bloss einmal im Jahr Geld in die Hand – mit dem Innovationspreis, der mit maximal 20'000 Franken dotiert ist.

Haben Sie keine Angst, dass sich Zug einen zweifelhaften Ruf einhandelt als Ort, an dem man Zahlungen tätigen kann, die nicht sauber sein könnten?

Wissen Sie, Missbräuche gibt es auch in der traditionellen Welt. Um Missbräuche in dieser digitalen Welt zu verhindern ist es wichtig, dass wir die Akteure in dem Bereich gut kennen. Deshalb hat sich der Zuger Regierungsrat beispielsweise dafür eingesetzt, dass sich die Akteure organisieren in der sogenannten Crypto Valley Association (Crypto Valley Verband); dass sich dort möglichst viele zeigen und nicht im Halbdunkeln arbeiten.

Die Stadt Zug nimmt bereits sogenannte Bitcoins für Zahlungen am Schalter an. Wann ist so etwas beim Kanton möglich?

Den Versuch der Stadt Zug mit Bitcoins beobachten wir mit grossem Interesse. Aber wenn dabei herauskommt, dass es keine Nachfrage nach Bitcoin-Zahlungen gibt, muss der Kanton das nicht auch noch anbieten.

Das Gespräch führte Jan Baumann.

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