Wirtschaft tut sich schwer mit der Integration von Flüchtlingen

Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ soll sich bei der Integration von Flüchtlingen engagieren. Diesen Appell machte IHZ-Präsident Hans Wicki vor ein paar Monaten. «Diese Aufgabe kann man nur koordiniert mit dem Kanton und den Hilfswerken lösen», heisst es heute.

Asylsuchende bei der Arbeit

Bildlegende: Integration durch Arbeit: IHZ sensibilisiert ihre Mitglieder. Keystone

Am diesjährigen Neujahrsapéro der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ liess der Appell des Verbandspräsidenten, Hans Wicki, aufhorchen. Er sprach sich dafür aus, dass sich die Wirtschaft bei der Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt stärker engagieren soll. «Die Wirtschaft kann das nicht ohne die Politik machen, sie soll aber ein starkes Zeichen setzen.»

«Erwartungen zu hoch»

Konkrete Vorschläge, wie sich die Wirtschaft verstärkt bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt engagieren könnte, liegen noch keine vor. Auf Bundesebene sei jedoch eine Integrationslehre in Planung. Zudem engagieren sich einzelne Unternehmen, sagt Felix Howald, Direktor der IHZ. «Und wir wollen in Koordination mit dem Kanton Luzern und dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk nächstens Vorschläge erarbeiten.»

«Wir können jedoch vom Verband aus keinem Unternehmen vorschreiben, wie viele Flüchtlinge es einstellen muss», sagt Felix Howald auf die Frage, warum die IHZ noch nichts Konkretes vorweisen kann. Die Wirtschaft habe im Moment viele grosse Herusforderungen zu meistern, deshalb dürfe man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen.