«Wo am meisten ausgegeben wird, wird wohl am meisten gekürzt»

«Leistungen und Strukturen 2» heisst das Programm, mit welchem der Kanton Luzern zwischen 2015 und 2017 insgesamt 220 Millionen Franken einsparen will. Bei ihren Bemühungen wird die Regierung von einer Spezial-Kommission unterstützt. Diese hat ihre Arbeit nun aufgenommen.

Urs Dickerhof mit einem Ordner vor dem Fernseher.

Bildlegende: Die Spezial-Kommission von Urs Dickerhof soll mithelfen, die Finanzen des Kantons Luzern ins Gleichgewicht zu bringen. SRF

Geleitet wird die neu geschaffene Kommission von SVP-Kantonsrat Urs Dickerhof. Er ist Gemeinderat von Emmen, wo er für die Finanzen zuständig ist. «Es wäre falsch, schon jetzt Bereiche von den Sparüberlegungen auszuschliessen. Am Ende werden wahrscheinlich alle Bereiche betroffen sein», prophezeit Dickerhof im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Kürzungen vor allem in der Bildung

Die grössten Ausgaben tätigt der Kanton Luzern im Bildungsbereich. Im Jahr 2012 waren es beispielsweise über 800 Millionen Franken. Das entsprach rund einem Viertel der Gesamtausgaben. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass die Bildung besonder stark von den Sparanstrengungen betroffen sein wird.

Die Luzerner Kantonsregierung informiert die neue Spezial-Kommission erst in ein paar Wochen über ihre Spar-Ideen. Als Grundlage dient unter anderem eine Studie, die das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel ausarbeiten soll. Bis dahin berät das Gremium von Urs Dickerhof, wie es aus seiner Sicht die 220 Millionen Franken einsparen würde.

Überraschungen vorbeugen

Die Rückmeldungen der Spezial-Kommission will der Luzerner Regierungsrat in die definitive Spar-Vorlage einfliessen lassen. Mit dem Ziel, dem Kantonsparlament im Oktober eine Vorlage präsentieren zu können, die breit abgestützt ist. Schon jetzt ist aber klar: Luzern muss sparen, damit keine neuen Schulden gemacht werden, wie es die Schuldenbremse vorschreibt.