Zentralschweizer Skinachwuchs: Das Feld von hinten aufrollen

Die neue Ski-Saison wird dieses Wochenende mit dem Riesenslalom in Sölden eröffnet. Aus der Zentralschweiz kämpfen altbekannte Cracks wie Dominique Gisin oder Wendy Holdener um Spitzenplätze. In Lauerstellung um Top 30 Platzierungen sind aber auch zwei Nidwaldner Ski-Profis.

Die Ski-Profis Bernhard Niederberger (links) und Andrea Ellenberger.

Bildlegende: Für Bernhard Niederberger (links) und Andrea Ellenberger liegt der Fokus in dieser Saison auf dem Europacup. ZVG

Bernhard Niederberger ist kein bekannter Name im Ski-Weltcup. Doch spätestens seit seinem überraschenden Slalomsieg an den diesjährigen Schweizermeisterschaften, weiss man, dass er zu Top-Platzierungen fähig ist. «Ich verspüre keinen zusätzlichen Druck, nur weil ich Slalom-Schweizermeister bin», sagt der 21-jährige Beckenrieder gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Die Vorbereitungen auf die neue Saison verliefen dem Nidwaldner perfekt, deshalb möchte er in dieser Saison in einem Weltcup-Slalom in den zweiten Lauf vorstossen. Im letzten Winter sei es schwierig gewesen, mit hohen Startnummern in die Top 30 zu fahren, meint Bernhard Niederberger. «Ich möchte mit guten Europacup-Resultaten bessere Startplätze im Weltcup ergattern. Daher liegt in dieser Saison mein Fokus noch auf dem Europacup.»

Endlich verletzungsfrei

Während Bernhard Niederberger bis jetzt vom Verletzungspech verschont blieb, verunfallte Andrea Ellenberger immer wieder. «In den letzten fünf Jahren konnte ich nie eine komplette Saisonvorbereitung mitmachen. Entweder hatte ich Probleme mit meinem Knie oder den Bandscheiben», erklärt die Hergiswilerin.

Doch in diesem Jahr blieb die 21-jährige Riesenslalom-Fahrerin verletzungsfrei und konnte das volle Trainingsprogramm absolvieren. Ihre Leistung wurde auch bereits belohnt: Sie startet an der Weltcup-Eröffnung im Riesenslalom in Sölden. «Ich hoffe, dass noch mehr Weltcup-Rennen dazukommen, doch im Mittelpunkt steht für mich immer noch der Europacup.»

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)