Zentralschweizerinnen kämpfen um WM-Fussball-Medaillen

In Kanada hat die Fussballweltmeisterschaft der Frauen begonnen. Zum ersten Mal überhaupt hat sich auch die Schweiz für die Fussball-WM qualifiziert. Zwei der Schlüssel-Spielerinnen stammen aus der Zentralschweiz. Sie gehören zu den wenigen Frauen in der Schweiz, die vom Fussball leben können.

Ramona Bachmann und Lara Dickenmann vor der Abreise nach Kanada.

Bildlegende: Ramona Bachmann (links) und Lara Dickenmann auf dem Weg zu ihrem ersten WM-Abenteuer. Keystone

Die beiden Schlüsselspielerinnen im Schweizer Nationalteam heissen Lara Dickenmann und Ramona Bachmann. Für die 24-jährige Ramona Bachmann aus Malters ist die Qualifikation für die WM in Kanada der Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere. Sie steigt mir grossen Erwartungen in diesen Wettkampf. «Ich erwarte, dass wir mindestens den Achtelfinal erreichen und uns für die Olympiade vom nächsten Jahr qualifizieren können.»

Kunstrasen als Vorteil

Die WM-Spiele werden alle auf Kunstrasen ausgetragen. Dies ist unüblich und gab im Vorfeld viel zu diskutieren. Für schnelle und technisch gute Spielerinnen sei Kunstrasen ein Vorteil, das komme ihr entgegen, meint die 24-jährige Ramona Bachmann. Zudem sei sie sich «Plastikrasen» gewohnt. Sie spiele in Rosengard (Schweden) meistens auf Kunstrasen.

Lara Dickenmann ist mit ihren 29-Jahren und ihrer langen Erfahrung als Fussballprofi eine der routiniertesten Spielerinnen im Schweizer Team. Vor Kurzem hat sie von Olympic Lyonnaise zu Wolfsburg nach Deutschland gewechselt.

«Weniger Knatsch mit dem Schiri»

Der Frauenfussball habe sich in ihrer Zeit als aktive Fussballerin enorm entwickelt. «Frauenfussball ist fliessender und eleganter, es gibt mehr Tore und weniger Knatsch mit dem Schiri, es wird weniger simuliert», sagt die 29-jährige Krienserin. Für das eigene Land zu spielen sei eine besondere Ehre und Motivation. Deshalb gehört die WM in Kanada zu den Höhepunkten in der langen Karriere von Lara Dickenmann. Obwohl sie bereits alles gewonnen hat, was es im Fussball zu gewinnen gibt.

Die Schweiz bestreitet am 9. Juni ihr erstes Spiel gegen Titelverteidiger Japan.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr