Zu wenig Wohnungen - Buttisholz will Pavillons für Flüchtlinge

In der Luzerner Gemeinde Buttisholz sind neue Pavillons für bis zu 72 Asylsuchende geplant. Der Gemeinderat will mit dem Regionalzentrum die Zahl der Pflichtplätze erfüllen, dem Kanton zusätzliche Plätze bieten und so keine Entschädigung bezahlen.

Asylsuchender

Bildlegende: Mit den Pavillons für Flüchtlinge will Buttisholz seine Pflichtplätze bieten. Keystone

In Buttisholz fehlten geeignete Objekte für die Unterbringung von Asylsuchenden und die Leerwohnungsziffer sei sehr tief, teilte der Gemeinderat mit. Das Soll von 40 Plätzen könne so nicht erfüllt werden. Derzeit beherbergt die Gemeinde 16 Asylsuchende.

Entschädigung zahlen

Ab Anfang April müssen die Luzerner Gemeinden dem Kanton für jeden fehlenden Platz gemäss Zuweisungsentscheid des Regierungsrats eine Entschädigung zahlen. Die geplante temporäre Unterkunft in Pavillons soll in der Gewerbezone am Standort eines alten Tennisplatzes zu stehen kommen.

Die Gemeinde will mit dem Kanton einen fixen Mietvertrag über mehrere Jahre abschliessen. Über die Details wollen Vertreter der Gemeinde und des Kantons an einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 24. Februar informieren. Danach soll das Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden. Frühestens im Sommer 2016 könnten die Pavillons bezugsbereit sein.

«Regionalzentrum bringt Vorteile»

Für den Gemeindepräsidenten Franz Zemp ist auch die Schaffung eines Regionalzentrums ein Vorteil für die Gemeinde. «Viele Aufgaben, von der Betreuung, der Beschäftigung bis zur Einschulung der Kinder werden vom Kanton abgedeckt und das entlastet kleine Gemeinden wie Buttisholz.»