Zuerst Sonne, dann Wolken am Stadtzuger Finanzhimmel

Mehr Steuereinnahmen von Firmen und Personen: Damit rechnet die Stadt Zug. Zum zweiten Mal hintereinander kann die Stadt somit eine ausgeglichene Rechnung vorlegen. Damit ist es aber spätestens ab 2017 vorbei. Schuld ist der Kanton - unter anderem.

Hauptgrund für das ausgeglichene Budget sind die Anpassungen beim Zuger Finanzausgleich. So sieht es Karl Kobelt, der Vorsteher des Finanzdepartements. «Die Revision des Zuger Finanzausgleichs hat dazu geführt, dass die Stadt weniger Geld in den kantonalen Topf überweisen muss», wird Kobelt in einer Mitteilung zitiert.

Der Stadtrat gehe für das kommende Jahr von einem Wachstum der Steuererträge aus. Der Steuerfuss wird unverändert bei 60 Prozent belassen. Ab 2017 rechnet das Finanzdepartement allerdings wieder mit negativen Abschlüssen.

Grund dafür ist das Entlastungspaket des Kantons, das bei der Stadt zu Mehrausgaben von 5,4 Millionen Franken führt.

Ein weiterer Grund: Die Anzahl der Schulkinder steigt stärker an als diejenige der Gesamtbevölkerung. Dies habe zur Folge, dass nebst zusätzlichem Schulraum auch neue Stellen für Lehrerinnen und Lehrer geschaffen werden müssten.