Zug feiert sein Stadtparlament

Seit 1963 hat die Stadt Zug ein Parlament, den GGR, den Grossen Gemeinderat. Der GGR hat die Gemeindeversammlung abgelöst. Zu dieser Zeit hat in der Stadt Zug das Wachstum begonnen. Hinzu kam, dass auch Zürich und Luzern ein Stadtparlament hatten.

Portraitbild von Christian Raschle, den Zuger Stadtarchivar.

Bildlegende: Der Zuger Stadtarchivar Christian Raschle kennt die Geschichte des GGR. SRF

Die Stadt Zug feiert den 50. Geburtstag seines Stadtparlaments, des GGR. Der Stadtarchivar Christian Raschle kennt die Geschichte des Grossen Gemeinderats. Entstanden sei die Idee zu einer Zeit in den 60-er Jahren, als in Zug das Wachstum bereits eingesetzt hatte. Vor allem Leute aus Zürich zog es vermehrt nach Zug.

Die Gemeindeversammlung galt als zu emotional und deshalb auch als unberechenbar, erzählt Christian Raschle im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz. Deshalb wollte man ein Parlament. Nicht zuletzt auch deshalb, weil auch die Nachbarstädte Zürich und Luzern bereits ein Stadtparlament hatten. Zug, im Sandwich zwischen den beiden Städten, wollte deshalb nicht hinten anstehen, sagt Christian Raschle, «man wollte einfach auch dazu gehören».

Früher galt ein Mandat im GGR als Sprungbrett für eine politische Karriere. «Im GGR konnte man sich die Finger nicht verbrennen, aber wertvolle Erfahrungen sammeln mit der politischen Arbeit.»