Zug krempelt das 9. Schuljahr um

Im Kanton Zug wird das letzte obligatorische Schuljahr umgestellt. Der Stundenplan für die Kernfächer wird flexibler und der Unterricht individueller. Damit soll der Übergang in die Berufswelt oder die weiterführenden Schulen verbessert werden.

Schüler beim Lernen am Computer.

Bildlegende: Zuger Schüler sollen von flexibleren Stundenplänen profitieren. Keystone

«Es sind nicht die selben Voraussetzungen nötig, ob ein Jugendlicher eine Berufslehre anstrebt, sich für ein KV entscheidet oder eine weiterführende Schule besucht», sagte der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss gegenüber Radio SRF. Dieser Tatsache müsse man im letzten obligatorischen Schuljahr Rechnung tragen.

Im Kanton Zug wird die Stundentafel im 9. Schuljahr daher flexibler. «Die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch werden in Lernstudios umgewandelt. Dabei wird künftig weniger im Klassenverband unterrichtet, dafür mehr individuell gearbeitet.

Anliegen aus der Wirtschaft

Mit dieser Neuerung komme man den Wünschen aus der Wirtschaft und des Gewerbes entgegen, sagte Stephan Schleiss weiter. Die Berufsverbände haben in den vergangenen Jahren Anforderungsprofile erstellt. Jeder Schüler und jede Schülerin kenne nun die Anforderungen der jeweiligen Berufslehre und könne sich im letzten Schuljahr gezielt daraufhin vorbereiten.

Die Umsetzung dauert bis zum Sommer 2021. Ab dem Schuljahr 2021/22 läuft das neugestaltete 9. Schuljahr im Kanton Zug im Regelbetrieb.