Zug schafft Integrationsklasse für Flüchtlingskinder

Flüchtlingskinder, die im Kanton Zug untergebracht sind, sollen künftig in einer separaten Integrationsklasse geschult werden. Dies hat der Kantonsrat am Donnerstag in erster Lesung beschlossen. Ein solches Angebot gibt es in der Stadt Zug.

Flüchtlinge in Schulzimmer

Bildlegende: Flüchtlinge werden separat unterrichtet: Beispiel aus dem Schulhaus Schädrüti in Luzern. SRF

Alle Fraktionen waren für die Vorlage, auch die SVP, die sich durch die separate Schulung nicht zuletzt Vorteile für die einheimischen Kinder erhofft. Die heutige Situation sei unbefriedigend. Dass die Einführung solcher Klassen in den Gemeinden notwendig ist, dürfte auch in der zweiten Lesung unbestritten sein.

Gemeinden teilen Kosten auf

Der Kanton will jede Integrationsklasse mit 20'000 Franken pro Monat unterstützen. Die restlichen Kosten sollen die Gemeinden solidarisch unter sich aufteilen, wobei die Einwohnerzahl ausschlaggebend für die Höhe des Betrages sein soll.

Die Integrationsklassen sind vorerst befristet bis Juli 2019. Dann soll Bilanz gezogen und das Angebot nötigenfalls verlängert werden. Der Regierungsrat muss zudem nach zwei Jahren Betrieb dem Kantonsrat einen Zwischenbericht vorlegen.