Zuger Kantonsrat streicht Unterstützung für Gesundheitsberufe

Der Kanton Zug streicht seine Unterstützung für Gesundheitsausbildungen. Der Kantonsrat hat in zweiter Lesung entschieden, den finanziellen Zustupf in der Höhe von 430'000 Franken definitiv abzuschaffen.

Ein Antrag der CVP, die Unterstützung für Ausbildungsbetriebe wieder ins Gesundheitsgesetz aufzunehmen, wurde knapp mit 37 zu 34 Stimmen abgelehnt. Die Parlamentsmehrheit fand, es sei ungerecht, wenn nicht alle Lernenden gleich behandelt würden. Die Metzgereibranche erhalte schliesslich auch keine Beiträge.

Ursprünglich wollte die Regierung den Beitrag eigentlich noch erhöhen. Es sei wichtig, das einheimische Gesundheitspersonal zu fördern. Heute sei man stark von ausländischen Fachkräften abhängig. Statt einer Erhöhung gibt es nun aber gar nichts mehr.

Psychiatrische Tagesklinik unbestritten

Unbestritten war in der zweiten Lesung die Einrichtung einer psychiatrischen Tagesklinik im Kanton Zug. Pro Jahr dürfte das Ambulatorium rund 765'000 Franken kosten. Das neue Angebot soll sich nicht nur an Erwachsene richten, sondern speziell auch an Kinder und Jugendliche. Für diese gebe es in der Region zu wenig psychiatrische Plätze.