Zuger Kantonsrat will längere Perrons am Bahnhof Rotkreuz

Die Zuger Regierung hat vom Kantonsrat den Auftrag erhalten, bei der SBB Druck zu machen: Diese soll die Perrons in Rotkreuz definitiv ausbauen, so dass künftig längere Züge in Rotkreuz halten können. Vorderhand planen die SBB nur einen vorübergehenden Ausbau der Perrons.

Ein Zug fährt im Bahnhof Rotkreuz ein.

Bildlegende: Am Bahnhof Rotkreuz sollen nach dem Willen des Zuger Kantonsrates längere Züge anhalten können. zvg

Die SBB müssen die Perrons in Rotkreuz im Jahr 2016 ohnehin ausbauen. Denn während der Totalsperrung der Eisenbahnstrecke am Ostufer des Zugersees werden die langen Gotthard-Züge vorübergehend in Rotkreuz halten.

Die SBB plant deshalb eine provisorische Holzkonstruktion als Verlängerung der Perrons. Diese soll wieder abgebrochen werden, wenn die Gotthard-Züge ab 2018 wieder auf der normalen Route fahren können. Für Kantonsräte der SVP und der Alternativ-Grünen ergibt dies keinen Sinn. Sie forderten in einer Motion einen dauerhaften Ausbau der Perrons. Dann könnten auch 400 Meter lange Züge auf der stark frequentierten Linie Luzern-Zürich halten.

Der Kanton müsste den Ausbau bezahlen

Eine knappe Mehrheit des Kantonsrates unterstützte am Donnerstag den Vorstoss. Denn Rotkreuz sei in den letzten Jahren stark gewachsen. Ausserdem wird die neue Informatik-Abteilung der Hochschule Luzern in Rotkreuz angesiedelt. Deshalb werden ab 2019 jeden Tag tausend Studierende nach Rotkreuz kommen.

Der Ausbau des Bahnhofs dürfte rund 2,8 Millionen Franken kosten. Bezahlen müsste dies der Kanton Zug. Aus diesem Grund riet Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel von den Plänen ab. Der Rat forderte ihn nun auf, den Druck zu erhöhen.