Abgespecktes Zuger Sparpaket Zuger Regierung legt Sparpaket «light» vor

Die einzelnen Massnahmen waren bereits im Entlastungsprogramm integriert, das im letzten November vom Zuger Stimmvolk bachab geschickt wurde. Einzelne Punkte waren aus Sicht der Regierung aber «praktisch unbestritten». Deshalb sollen sie nun erneut vorgelegt werden.

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler.

Bildlegende: Für den Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler sind die Finanzen des Kantons noch nicht im Lot. SRF/Radka Laubacher

In folgenden Bereichen will die Zuger Regierung den Rotstift ansetzen:

  • Personalmassnahmen (2,6 Millionen Franken): Die Beförderungssumme der kantonalen Mitarbeiter wird um 50 Prozent gekürzt. Es gibt einen Stellenstopp bis ins Jahr 2019.
  • Leistungsabbau (3,7 Millionen Franken): Privatschulen werden weniger stark unterstützt. Es gibt weniger Geld für die Waldpflege. Bei verschiedenen Beratungsstellen wird gespart.
  • Lotteriefonds (2,9 Millionen Franken): Kulturbeiträge und die Katastrophenhilfe werden neu über den Fonds finanziert.
  • Neue Einnahmen (3,8 Millionen Franken): Steuererhöhung (siehe unten). Private Schiffe werden neu besteuert. Gebühren für kantonale Dienstleistungen werden erhöht.

Umgesetzt werden soll das Sparpaket auf Anfang 2018. Weil die Zuger Finanzen nach wie vor nicht im Lot sind, nimmt die Finanzdirektion weitere Sparmöglichkeiten unter die Lupe in den Projekten «Finanzen 2019» und «ZFA-Reform 2018».

Für das Jahr 2020 plant die Regierung eine «dauerhafte Anhebung» des Steuerfusses. Es sei auch «denkbar», den Steuerfuss per 2018 und 2019 im Rahmen des Budgetprozesses temporär zu erhöhen.