Zuger Stadtparlament lehnt Kredit für Streethockey-Halle ab

Enttäuschung für den Streethockey-Club «Oberwil Rebells»: Das Zuger Stadtparlament will nichts wissen von einer Streethockey-Halle. Der Grosse Gemeinderat lehnt den Baukredit von 6,7 Millionen Franken klar ab.

Streethockey-Club

Bildlegende: Das Zuger Stadtparlament will nichts wissen von einer Halle für die «Oberwil Rebells». zvg

Mit 26:11 Stimmen sagte das Zuger Stadtparlament Nein zu einer neuen Streethockey-Halle in Oberwil. Damit schloss sich der Rat den verschiedenen Kommissionen an.

Die Geschäftsprüfungskommission hatte zuvor argumentiert, die Halle lasse sich aus Lärmschutzgründen nicht realisieren. Ausserdem sei die Halle zu teuer – sowohl der Baukredit, wie auch die Folgekosten. «Wenn die Folgekosten auf die 100 Aktivspieler herunter gebrochen werden, ergibt dies einen jährlichen Betrag von 5906 Franken pro Spieler», heisst es im Kommissionsbericht.

Mehreren Mitgliedern der Kommission sei dies eindeutig zu viel. «Das kann sich die Stadt Zug in der jetzigen finanziellen Situation nicht mehr leisten», heisst es weiter.

Der Präsident der «Oberwil Rebells», Maurus Schönenberger ist enttäuscht über den Entscheid. «Oberwil wird in den nächsten Jahren massiv wachsen und in den letzten Jahren wurde dort nichts gebaut für die Vereine, um das sportliche und kulturelle Leben zu bereichern», sagt Schönenberger gegenüber SRF. Die Halle hätte nicht nur dem Sportclub dienen können, sondern auch anderen Vereinen.

Im Jahr 2006 wurde die Volksinitiative für einen Sport- und Streethockeyplatz in Oberwil mit rund 75 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Der Zuger Stadtrat klärte anschliessend fünf Standorte auf ihre Eignung ab und verhandelte mit den Liegenschaftsbesitzern. Der Stadtrat kam zum Schluss, dass ein Sportplatz im Freien nicht möglich sei und es eine Halle brauche.