Zuger Stadtrat: Nicht die Lohnfrage stand im Zentrum

Im September lehnten die Stadtzugerinnen und -zuger die Teilrevision des Stadtratsreglements ab. Der Stadtrat liess daraufhin eine Umfrage machen, um die Gründe des Neins herauszufinden. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

Hände, die Schweizer Banknoten auf einen Tisch legen.

Bildlegende: Nicht die Lohnfrage war ausschlaggebend für das Nein der Zugerinnen und Zuger. Keystone

Die Teilrevision des Stadtratsreglements hätte einen Wechsel vom Hauptamt zum Vollamt sowie die Erhöhung des Stadtratsgehalts um 30'000 Franken auf 190'000 Franken im Jahr bedeutet. Die Zuger Stimmberechtigten lehnten die Vorlage mit 53 Prozent Nein-Stimmen ab.

Mittels telefonischen Interviews wurden nun 306 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger befragt, warum sie das Reglement abgelehnt haben. Die Befragtung zeigt, dass fast die Hälfte der Leute gegen das Vollamt war. Ein grosser Teil der Befragten fand ausserdem, die Lohnerhöhung passe nicht zur Zuger Sparpolitik.

Grundsätzlich nicht unzufrieden mit der Arbeit

Aus diesen Antworten lässt sich ableiten, dass viele Leute ungenaue Vorstellungem vom Arbeitspensumg der Stadträte hätten oder gar meinten, es handle sich um ein Nebenamt. Sie hätten gemeint, in der Abstimmung gehe es um einen Wechsel vom Miliz- ins Berufspolitikersystem. Auf jeden Fall sei das Nein nicht als Ausdruck einer generellen Unzufriedenheit zu verstehen, sondern habe eher mit einem Missverständnis zu tun, ist Stadtpräsident Dolfi Müller überzeugt.

Fakt ist: Momentan sind die Mitglieder des Zuger Stadtrates in einem 80 Prozent-Pensum angestellt. De Fakto würden sie aber jetzt schon 100 Prozent arbeiten, wie die Stadt Zug mitteilt.