Zuger Stadtrat rechtfertigt Hauskauf

Der Erwerb des früheren Landis+Gyr-Gebäudes beim Bahnhof Zug ist nach Ansicht des Zuger Stadtrates eine gute Entscheidung. Im Zusammenhang mit der Abstimmung im Jahr 2012 räumt er allerdings auch Fehler ein.

Blick auf ein achtstöckiges Gebäude.

Bildlegende: Die Zuger Stadtverwaltung soll ins ehemalige Landis+-Gyr-Gebäude einziehen. zvg

In seiner Antwort auf eine Interpellation der FDP erläutert der Stadtrat die umstrittenen Folgekosten des Liegenschaftenkaufs. Die Zahlen zeigten, «dass der Kauf goldrichtig war», sagt Stadtpräsident Dolfi Müller (SP) gegenüber Radio SRF.

Nach Angaben des Stadtrats kommt der Umzug der Verwaltungsstellen an den neuen Standort auf 460'000 Franken zu stehen. Weiter möchte der Stadtrat das Gebäude für 4,9 Millionen Franken umbauen. «Heute haben wir konkrete Zahlen. Es war ein Fehler, dass wird vor der Abstimmung ungenaue Angaben gemacht haben», sagt Müller weiter.

Kritik der FDP bleibt bestehen

Martin Kühn, Chef der FDP-Fraktion im Stadtparlament, ist unzufrieden mit der Antwort des Stadtrates. «Das ganze hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Der Stadtrat war nicht ehrlich. Das wirkt sich auf das Vertrauen aus zwischen der Bevölkerung und der städtischen Exekutive».

Die Stimmberechtigten der Stadt Zug hatten im September 2012 den Kauf der L+G-Liegenschaft für 52,2 Millionen Franken gutgeheissen. Die heute auf sieben Standorte verteilte Verwaltung sollte an diesem Standort zusammengefasst werden.

Ein überparteiliches Komitee unter der Leitung von FDP und CVP reichte im April eine Doppelinitiative ein: Es verlangt den Verbleib der städtischen Verwaltung in der Altstadt und den Weiterverkauf der L+G-Liegenschaft.