Zuger Stadtschreiber kündigt Stelle nach Wirbel um sein Haus

Der Zuger Stadtschreiber tritt nach zwei Monaten von seinem Amt zurück. Er reagiert damit auf Kritik in Zusammenhang mit seinem Haus in Risch. Der Jurist hatte einen Anbau ohne Bewilligung erstellt.

Der Stadtrat bedauert die Kündigung. Er hätte den Verbleib von Alexandre von Rohr in seiner Tätigkeit als Stadtschreiber befürwortet, wie es in der Mitteilung der Stadt heisst. Alexandre von Rohr begründet die Kündigung damit, dass ihm aufgrund der medialen Kritik die nötige Handlungsfreiheit für die grossen Herausforderungen in der Stadt Zug fehlen würde. Mit seinem Weggang übernehme er die Verantwortung für die jüngsten Ereignisse.

«Er hat sicher einen Fehler gemacht, er bezahlt nun aber einen hohen Preis dafür und es stellt sich die Frage der Verhältnismässigkeit», sagt der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller auf Anfrage von SRF.

Der Stadtschreiber war in die Kritik geraten, weil er einen Anbau an seinem Haus ohne Baubewilligung und ausserhalb der Bauzone erstellt hatte. Den Anbau mit einer Grundfläche von knapp acht Quadratmetern hatte von Rohr Anfang Mai nach einem Hagelgewitter ersetzt. Er ging davon aus, dass es sich um einen Ersatzbau handelt und es dafür keine Baubewilligung brauche.

Das vom Gemeinderat nachträglich verlangte Baugesuch hat der Jurist in der Zwischenzeit zurückgezogen. Er hat sich zudem verpflichtet, den Anbau ohne Zeitverzögerung in Absprache mit den Baubehörden in den ursprünglichen Zustand zurückzubauen, wie die Gemeinde Risch bekannt gab.