Zuger Unternehmen reagieren auf Initiative zur Masseneinwanderung

Nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative laufen dem Kanton Zug die internationalen Unternehmen zwar noch nicht davon, bilanziert die Zuger Regierung in der Antwort auf einen politischen Vorstoss. Allerdings stellten sie viele kritische Fragen.

Konkrete Wegzugspläne seien ihm derzeit keine bekannt, schreibt der Regierungsrat in seiner am Mittwoch publizierten Antwort auf zwei Interpellationen von SP und Alternative - die Grünen. Hingegen wisse er, dass in Einzelfällen Ansiedlungs- und Investitionsentscheide sistiert worden seien, bis mehr Klarheit über die Umsetzung des neuen Verfassungsartikels bestehe.

Die Behörden seien in den letzten Monaten zudem stark von international tätigen Firmen gefordert worden, die Situation und die mögliche zukünftige Entwicklung zu erläutern. Die Verantwortlichen internationaler Firmen mit Sitz im Kanton Zug stünden unter erhöhtem Rapportierungsdruck gegenüber den Firmenzentralen im Ausland.

Investitionen würden meist aufgrund «mutmasslich eingeschätzter, zukünftiger Standortbedingungen» geplant. «Insofern», so der Regierungsrat, «werden nur wenige Firmen ankündigen, die Schweiz aufgrund des Volksentscheides vom 9. Februar 2014 zu verlassen.»