Zwei Schulhäuser der Stadt Luzern sollen ans Fernwärmenetz

Die beiden Luzerner Schulhäuser Musegg und Mariahilf sollen an die Abwasserwärmenutzung Löwengraben angeschlossen werden. Der Stadtrat beantragt dem Parlament, den Wärmelieferverträgen mit der ewl zuzustimmen und einen Investitionsbeitrag von 1,175 Millionen Franken zu bewilligen.

Ein Teil des Schulhauses Musegg

Bildlegende: Unter anderem das Schulhaus Musegg (Bild) soll ans Abwasserwärmenetz. ZVG

Im Rahmen der Sanierung des Abwasserkanals von Recycling Entsorgung Abwasser Luzern (REAL) im Löwengraben und in der Grabenstrasse, plant der Stadtluzerner Energieversorger energie wasser luzern (ewl), die Wärme des Abwassers zu nutzen. Nun sollen das Mariahilf- und das Museggschulhaus an dieses Abwasserwärmenetz angeschlossen werden. «Diese Lösung ist teuerer, als wenn man mit Erdgas heizen würde. Ökologisch bewirken wir aber viel: Wir sparen damit ungefähr die Heizleistung von 430 Haushalten», sagt die Luzerner Baudirektorin Manuela Jost.

Weiter prüft der Stadtrat, welche städtischen Gebäude zusätzlich zu den beiden Schulhäusern an die Abwassernutzung angeschlossen werden könnten. In Frage kommen vier Liegenschaften im Quartier. «Wirtschaftlich wäre es allerdings sinnlos, einzelne Gebäude anzuschliessen. Deshalb klären wir ab, ob die Nachbars-Eigentümmer auch bereit wären, ihre Liegenschaft ans Netz anzuschliessen», sagt Manuela Jost.

Nicht zum ersten Mal im Parlament

Die Vorlage war in ähnlicher Form schon einmal im Stadtparlament. Damals wurde sie mit Änderungsvorschlägen zurückgewiesen. Nun wird sie voraussichtlich am 11. Juni wieder behandelt. Baudirektorin Manuela Jost ist zuversichtlich: «Da im Grundsatz schon beim ersten Mal sämtliche Fraktionen der Baukommission einverstanden waren, denke ich, dass das Parlament mit den jetztigen Änderungen zufrieden ist.»