Zwischennutzungen: Luzerner Stadtrat sagt «Ja, aber ...»

Die Stadt Luzern soll alle leer stehenden Häuser in ihrem Besitz einer Zwischennutzung zuführen. Das verlangen Grüne, SP und FDP in einem Vorstoss im Parlament. Der Stadtrat findet das eine gute Idee - die Umsetzung sei aber nicht so einfach.

Blick auf eine Veranstaltung in einem ehemaligen Schwimmbecken

Bildlegende: Neubad im alten Luzerner Hallenbad: Solche Zwischennutzungen sollen mehr gefördert werden. srf

Es sei unverständlich, dass stadteigene Gebäude brach lägen, in Zeiten von knappen und teuren Räumen. Zudem entgingen der Stadt Mietzinseinnahmen, wenn sie ihre leer stehenden Liegenschaften nicht nutze, heisst in dem Vorstoss, den Grüne, SP und FDP im Stadtparlament eingereicht haben.

Generelle Lösung nicht möglich

Das sei zwar ein guter Vorschlag, hält der Stadtrat in seiner Antwort fest. Die Umsetzung aber sei mit etlichen Schwierigkeiten verbunden: «Eine generelle Zwischennutzung leer stehender städtischer Gebäude ist nicht möglich», hält der Stadtrat fest.

Vielmehr müsse jede Liegenschaft einzeln betrachtet werden. Bei historischen Gebäuden beispielsweise müsse die Sicherheit gewährleistet sein. Zudem sei es unabdingbar, dass eine Zwischennutzung nicht nur eine oder zwei Wochen dauern könne. Und nicht zuletzt dürften der Stadt auch keine Zusatzkosten entstehen.

Im Moment würden sieben Liegenschaften zwischengenutzt; das Neubad im alten Hallenbad ist die wohl bekannteste. Daneben gebe es im Moment nur noch wenige Gebäude, die sich dafür eigneten. Dennoch will sich der Stadtrat für mehr Zwischennutzungen einsetzen - aber nur unter gewissen Bedingungen.